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Ab dem 25. bzw. 26. April 2022 beginnt wieder das Training der Garden!
(Weitere Einzelheiten siehe „Trainingszeiten“.)

Unser Ursprung  
 

Anlässlich einer Elternversammlung des Ev. Kindergartens Orsoy im Frühjahr 1981 wurde von Herrn Pfarrer Blumenstengel die Frage gestellt, ob sich einige Väter finden würden, um den Sandkasten zu erneuern. Dies war der Fall und der Maßnahme stand nichts mehr im Wege. Bei dieser Gelegenheit wurden dann gleichzeitig auch einige andere Spielgeräte renoviert. 

Im Herbst folgte als nächstes Projekt der Bau einer Krippe, sowie im Frühjahr 1982 die Realisierung eines großen Sandkastenschiffes. Die Zusammenarbeit zwischen den Vätern war so gut, dass man sich auch zu privaten Feiern traf, um über die Zukunft der Gruppe nachzudenken. Eine erste Überlegung außerhalb der Kindergartenarbeit war der Bau eines Karnevalswagen für den Rheinberger Rosenmontagszug im Jahre 1983.

Pünktlich am 11.11.1982 begann man mit der Umsetzung des Bauplanes vom ersten Karnevalswagen. Als Motiv dienten der Orsoyer Pulverturm sowie das leider nicht mehr vorhandene Kuhtor. Während der Bauphase, die sich in den Kellerräumen des Ev. Alten- und Pflegeheimes abspielte, wurde darüber nachgedacht, eventuell auch einen kleinen Umzug durch Orsoy am Karnevalssonntag stattfinden zu lassen. Es sollte nach Möglichkeit schon etwas mehr sein, als die Vorstellung des eigenen Motivwagens, so wie es in den frühen 70er Jahren die Mitglieder des Stammtisches der Gaststätte „Altes Fährhaus“ mit der Fähre oder zwei Jahre später mit der „MS Orsoy“ durchführten. Der Hintergrund war, zusammen mit dem Verein „700 Jahre Orsoy“, Werbung für den Verein und für das bevorstehende Stadtjubiläum von Orsoy, welches im Jahre 1985 anstand, zu machen. Zu diesem Thema traf man sich in der Gaststätte „Rheingarten“ bei Arno Fischer. Mit dabei waren Vertreter vom „Verein 700 Jahre Orsoy“, der „Musiziergruppe St. Nikolaus“, der „Musikgruppe Orsoy“, des „Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Orsoy“ und der namenlosen Väter des Ev. Kindergartens.  Während dieser Veranstaltung wurden „De acht Jonges vom Orschauerberg" geboren, und zwar unter Beteiligung von Schwester Consulatis, die bei der Namensfindung behilflich war.  Man einigte sich im Punkt „Karnevalssonntagsumzug in Orsoy“ positiv und so konnte im Jahre 1983 der erste Karnevalsumzug, bestehend aus dem Spielmannszug Orsoy, dem Motivwagen vom „Verein 700 Jahre Orsoy“, der „Musikgruppe Orsoy“ auf einem Wagen sowie dem Motivwagen „De acht Jonges vom Orschauerberg“, stattfinden.

Deren Mitglieder zum Gründungszeitpunkt waren Henry Draber, Lothar Ermert, Jürgen Fusek, Heiner Geldermann, Gerd Hoffmann, Karl-Heinz Krolow, Wilfried Reimer und Helmut Schors. Ed Kampermann war von Anfang an ein zuverlässiger Helfer und Gönner, zeitweise sogar auch Mitglied.  
 
Mit Abschluß des Karnevals 1983 wurde aus den acht Jonges vom Orschauerberg der Stammtisch, der sich monatlich traf und sich die „De acht Oschau-Berger Jonges" nannte. Schnell war man sich einig darüber, dass der Stammtisch nicht nur ein Treffen zu einem gemütlichen Bierchen werden dürfe, sondern gemeinsame Aktivitäten entwickelt werden müßten. Eine Vielzahl von Veranstaltungen folgten, wie der nachstehende Überblick zeigt:
1984: Kinderfest auf dem Orsoyerberg (1. Bergfest)
1985: 2. Tulpensonntagszug durch Orsoy's Straßen (2 Musikgruppen und 9 Wagen/Fußgruppen) / Teilnahme an der Sendung „Mahlzeit“ von RTL aus Orsoy anläßlich des Jubiläums „ 700 Jahre Orsoy“
1986: Organisation und Durchführung eines großen Benefiz-Konzertes in der Rheinberger Stadthalle mit dem „Luftwaffenmusikcorps 3" aus Münster zu Gunsten des SOS-Kinderdorfes „Rheinberg“
1987: Durchführung des Rathaussturmes in Orsoy mit anschließendem Möhnenball in den Räumen des alten Rathauses. Als Obermöhne konnte „Grete" Rolke gewonnen werden. / 3. Tulpensonntagszug durch Orsoy's Straßen (4 Musikgruppen und 13 Wagen/Fußgruppen)
1988: 2. Orsoyer-Bergfest am letzten Sonntag im August
1989: Rathaussturm in Orsoy - Wechsel bei der Obermöhne -  „Grete“ Rolke trat zurück - „Beate“ Bluschke führte nun die Möhnen an - Möhnenball / 
4. Tulpensonntagszug durch Orsoy's Straßen (5 Musikgruppen und 13 Wagen/Fußgruppen)
1990: Durchführung des 1. Osterfeuers auf dem Orsoyerberg
1991: Es sollte der 5. Umzug stattfinden. Er fiel bedingt durch den Golfkrieg aus. / 1. Büttensitzung in der Gaststätte „Orsoyerberg“ (Gülicher) / Osterfeuer auf dem Orsoyerberg / Vorbereitungen für die Veranstaltungen zum 10jährigen Bestehen
1992: Büttensitzung in der Gaststätte „Orsoyerberg“ /  Rathaussturm in Orsoy mit anschließendem Möhnenball / Osterfeuer auf dem Orsoyerberg /  3. Orsoyer-Bergfest - erstmals über zwei Tage am letzten August-Wochenende / Großes Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps 7 aus Düsseldorf zu Gunsten der Kinderkrebshilfe
1993: Büttensitzung in der Gaststätte „Orsoyerberg“ /  Rathaussturm in Orsoy mit anschließendem Möhnenball / 5. Tulpensonntagszug durch Orsoy's Straßen
(6 Musikgruppen und 15 Wagen/Fußgruppen)
1994: Büttensitzung in der Gaststätte „Orsoyerberg“ /  Rathaussturm in Orsoy mit anschließendem Möhnenball / Osterfeuer auf dem Orsoyerberg
1995: Rathaussturm in Orsoy / Möhnenball - erstmals im Festzelt am Hafendamm / Große Büttensitzung im Festzelt / Jugenddisco „Radio Niederrhein“ im Festzelt /
6. Tulpensonntagszug durch Orsoy's Straßen (8 Musikgruppen und 19 Wagen/Fußgruppen)
1996: Rathaussturm in Orsoy / Möhnenball im Festzelt / Große Büttensitzung im Festzelt / Jugenddisco „Radio Niederrhein“ / 4. Orsoyer-Bergfest am letzten August-Wochenende
1997: Rathaussturm in Orsoy / Möhnenball im Festzelt / Große Büttensitzung im Festzelt / Jugenddisco „Radio Niederrhein“ / 7. Tulpensonntagszug durch Orsoy's Straßen (8 Musikgruppen und 25 Wagen/Fußgruppen)
1998: Rathaussturm in Orsoy / Möhnenball im Festzelt / Große Büttensitzung im Festzelt / „Live-Time" - Testveranstaltung mit vier Bands der unterschiedlichsten Musikrichtungen
1999: Rathaussturm in Orsoy / Möhnenball im Festzelt / Große Büttensitzung im Festzelt / 8. Tulpensonntagszug durch Orsoy's Straßen (7 Musikgruppen und 28 Wagen/Fußgruppen)
 
Seit 1982 hatte die Besetzung von „De acht Oschau-Berger Jonges“ nur selten gewechselt, so dass in 1999 noch sechs „Jonges“ aus den Gründungstagen aktiv dabei sind. Für Jürgen Fusek, der aus persönlichen Gründen seinen Austritt erklärt hatte, war Peter van Ingen schon im Vorfeld aufgenommen worden. Er trat leider im Juni 1997 aus beruflichen Gründen aus. Nach wie vor war er jedoch -falls möglich- unterstützend zur Stelle. Trotz eines Wohnungswechsel war Lothar Ermert noch lange Zeit dabei. Auf Dauer war die Entfernung jedoch zu groß. Er meldete sich daher ebenfalls im Jahre 1997 ab.

Die im vorgenannten Überblick dargestellte Entwicklung war nur durch die starke aktive Unterstützung aus der Orsoyer Bevölkerung möglich gewesen. Dies galt in erster Linie den vielen freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern, die immer wieder zur Verfügung standen, um die größeren Herausforderungen, denen man sich stellte, bewältigen zu können. Entscheidend war aber auch die breite Akzeptanz in der Bevölkerung, die von Jahr zu Jahr größer wurde. Auch viele Gäste aus den Nachbargemeinden zählten zu der treuen Anhängerschaft, wenn es darum ging, die Veranstaltungen von „De acht Oschau-Berger Jonges“ zu besuchen, um einige unbeschwerte Stunden zu erleben. Der Schwerpunkt der Veranstaltungen lag dabei mehr und mehr in der Brauchtumspflege. Der Karneval war mittlerweile über die Grenzen Orsoys hinaus bekannt, was die stetig steigenden Besucherzahlen, ganz gleich ob beim Möhnenball, bei der Büttensitzung oder der Musikveranstaltung am Samstagabend, zeigten. Diese Entwicklung setzte sich gleichermaßen bei den Aktiven im Tulpensonntagszug fort.

Schon seit längerer Zeit machte man sich Gedanken darüber, wie diese positive Entwicklung des Karnevals in Orsoy und für Orsoy für die Zukunft gesichert werden könnte. Die übereinstimmende Meinung der Jonges war es, dass dieses alte Brauchtum, welches seit 1983 nunmehr wieder aufblühte, weiter erfolgreich und mit Leidenschaft fortgeführt werden müsste. So entschloss man sich, noch im Jahr 1999 das 1. Orsoyer Karnevals Komitee 99, (kurz „1. OKK 99“) zu gründen.

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